Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage: so viel als möglich selbst verbrauchen

Die Stromerzeugung mit der eigenen Photovoltaik wird immer attraktiver. Häufig passt der Stromverbrauch zeitlich nicht mit dessen Erzeugung zusammen – die Sonne scheint halt nicht immer.

Wer sich heute eine Photovoltaik-Anlage auf das Hausdach oder den Carport montiert, erhält eine Vergütung von knapp 8 Cent pro Kilowattstunde. Da ist es ideal, möglichst viel von dem erzeugten Strom auch selbst zu verbrauchen, statt ihn für etwa 30 Cent vom Energieversorger zu kaufen. Für die Pioniere der Stromerzeugung aus Photovoltaik, die schon vor 20 Jahren dabei waren, wird es noch extremer: sie bekommen nach Ablauf der EEG-Frist meist weniger vergütet als den Börsenstrompreis, der zwischen 2 und 3 Cent liegt. Zum Glück ist die Anlage abbezahlt und die Rendite des vor 20 Jahren eingesetzten Kapitals war sehr gut. Die Photovoltaik wird aber noch mindestens weitere 10 Jahre ihren Dienst tun.

Je nach Stromverbrauch im Haushalt und Größe der Photovoltaikanlage (PV) liegt der Eigenverbrauch zwischen 30 und 50%. Mit der Installation einer Batterie lässt sich der Eigenverbrauch allerdings deutlich steigern. Natürlich kostet so eine Batterie auch viel Geld und da stellt sich die Frage: rentiert sich das?

Für erste Überlegungen hier einige typische Kennzahlen:

Pro installiertem Kilowatt Photovoltaik  werden in unseren Regionen etwa 1.000 Kilowattstunden an Strom erzeugt. Während in den Sommermonaten etwa 5 – 6 Kilowattstunden am Tag möglich sind, reduziert sich das im Winter auf 0- 2 Kilowattstunden. In den Wintermonaten kann die erzeugte Strommenge häufig komplett selbst verbraucht werden, während im Sommer meistens weniger als 20% des Stromes selbst genutzt werden. Rentiert sich damit die Anschaffung einer Batterie, die für einen typischen Haushalt zwischen 4.000 € und 8.000 kostet (etwa 4 – 10 kWh)? Ja – in vielen Fällen macht das finanziell Sinn. Auch die Verkaufszahlen gehen steil nach oben.

Ob es sich finanziell aber tatscächlich rentiert, hängt wiederum stark vom Einzelfall ab. Eine Faustformel sagt, dass der Speicher soviel Kilowattstunden Energieinhalt haben sollte wie die Photovoltaik an Nenn-Leistung hat. Für die Besitzer eines E-Autos, die in der Regel nicht bei Sonnenschein ihren Strom tanken können, sollte die Batterie größer gewählt werden.  Aus den vorgenannten Zahlen kann man mit einer Amortisation der Anschaffung von etwa 10 Jahren rechnen. In einigen Bundesländern gibt es eine Förderung, die ganz hilfreich sein kann.

Für eine zuverlässige Analyse ist die Einbindung von erfahrenen Handwerksbetrieben (Solateure) mehr als ratsam. Die erstellen gerne ein Angebot und sorgen für einen zuverlässigen und sicheren Betrieb.

Übrigens: Photovoltaik und Batteriespeicher sind auch für viele Gewerbebetrieb hoch interessant.

Photo: Speicher mit Wechselrichter in einem Einfamilienhaus

 

 

 

 

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