Die lieben Vierbeiner und der Klimawandel

Was soll denn das jetzt? Das passt doch gar nicht zur emissionsfreien Mobilität – oder doch?

Schon oft bin ich an dem auffällig hohen Gebäude mit den vielen Silos, gleich neben dem Grenzübergang in Hörbranz, vorbeigefahren und habe mich immer wieder gefragt, was die denn da machen? Futter für Katzen und Hunde, wie ein Blick in den Fabrikverkauf verrät.

Zwei LKW aus den Niederlanden und einer aus Ungarn laden gerade die Rohstoffe ab (Bild). Vermutlich Getreide, das neben tierischen Nebenerzeugnissen zu allerlei Leckereien verarbeitet wird. Die LKW fahren quer durch Europa, um die „wertvolle“ Fracht abzuliefern und dann leer wieder zurück. Vielleicht kommt die eine oder andere Fracht sogar aus Übersee – Hauptsache billig.

Und wie kommt das Futter zu den Vierbeinern? Natürlich mit dem LKW, der die vielen, attraktiv verpackten Leckerli an die Supermärkte und die vielen Spezialshops für unsere Lieblinge verteilt. Von dort wird es dann – natürlich mit dem Auto – in das Domizil der Vierbeiner transportiert.

So ein LKW produziert etwa 800 g CO2 pro Kilometer. Bei den tausenden von Kilometern und riesigen LKW-Flotten kommt da eine ganze Menge  an Klimagas zusammen.

Mit den 35 Millionen Haustieren wird inzwischen in Deutschland ein Umsatz von fast 6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Bei soviel Geschäft mit der Tierliebe muss das Klima halt hinten anstehen.

Oh – ich habe noch die Düngemittel für den Anbau von Getreide als Futtermittel vergessen: Auch die Produktion von Kunstdünger ist überaus  energieintensiv und verursacht hohe CO2-Emissionen.

Wie sich doch die Zeiten und Gebräuche ändern:

In meiner Jugend haben die Katzen Mäuse gefangen. Hunde jagten die Katzen und wenn sie nicht erfolgreich waren, bekamen sie die Reste vom Mittagessen. Das war noch nachhaltig.

Foto: privat

 

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