Kampf um Leben und Tod

Hat überhaupt jemand zugehört, als vergangene Woche der Generalsekretär der Vereinten Nationen zur Klimakatastrophe erklärt hat, dass es schon lichterloh brennt?

Wie Spiegel.de berichtet sagte António Guterres: »Die kollektiven Verpflichtungen der G20-Regierungen sind viel zu klein und kommen viel zu spät«. Es fällt schwer, diese Aussage noch zu toppen.

Jetzt wollte ich eigentlich über den Plan von AIRBUS schreiben, ab 2035 Flugzeuge mit Wasserstoffantrieb anzubieten. Und auch über den aktuellen Erstflug eines kommerziellen Elektroflugzeugs namens Alice, von dem schon ab 2025 über hundert Einheiten an internationale Airlines ausgeliefert werden sollen.

Anstatt sich jedoch über diese Ankündigungen still zu freuen, sollten wir jetzt selber in unserem eigenen Umfeld handeln. Entgegen allen Beteuerungen der heutigen Energielieferanten werden wir nur schnell genug sein, wenn Strom und Wasserstoff ebenfalls schnell und überall hergestellt werden – und zwar lokal.

Sonst fährt bald kein Elektroauto mehr, und auch die angesprochenen Flugzeuge werden nutzlos am Boden stehen bleiben. Anstatt emissionsfreien Verkehr werden wir den Weiterbetrieb der fossilen Fahrzeuge erleben – und zwar mit den tödlichen Folgen, die Herr Guterres so drastisch beschreibt.

Also los: mit Wasserstoff als Stromspeicher und effektivem Energieträger in eine vollflächige und ganzjährige dezentrale Stromversorgung! Dass das auch in Deutschland zu konkurrenzfähigen Kosten gegenüber importiertem Wasserstoff im grossen Maßstab funktioniert, zeigt die aktuelle Studie von MAN mit dem Fraunhofer Institut deutlich. Durch eine lokale Wasserstofferzeugung in der Nähe der Verbraucher erspart man sich nämlich neben den eigentlichen Transportkosten auch die Umwandlungsverluste, die beim Ferntransport und zur Bereitstellung für die spätere Nutzung entstehen – ganz zu schweigen von den geopolitischen Abhängigkeiten, die dann Vergangenheit sein werden.

 

Titelbild: Spiegel.de

 

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