Klimawandel: Warum passiert nichts?

Die Appelle der Experten zum Handeln beim Klimaschutz auf der UN-Klimakonferenz COP 27 könnten nicht lauter und dramatischer sein. Die Appelle der Politiker hingegen sind seit 40 Jahren austauschbar: große Versprechen machen – und diese dann nicht umsetzen. Trotz aller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Klimakonferenzen: Seit mehr als 40 Jahren steigen die CO2-Emissionen und damit die Temperaturen an (siehe Titelbild – die Farben zeigen die Durchschnittstemperaturen an – je dunkler das Rot, desto wärmer). Dabei wurden z,B. die „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rom bereits 1972 (!) veröffentlicht, und 1973 hatten wir die erste Ölkrise mit autofreien Sonntagen und einem Tempolimit von 100 auf Autobahnen!

Warum passiert nichts?

Die folgende Grafik zu den CO2-Emissionen im Verkehr könnte eine Antwort liefern:

Etwa 60 Prozent der Emissionen kommen von unseren PKWs, die zu 95 Prozent mit fossilen Kraftstoffen betrieben werden.

Mehr als ein Drittel der Klimagase kommen von den Nutzfahrzeugen. Für wen sind die unterwegs, was transportieren die? Die Frage kann sich jeder selbst beantworten. Dabei gibt es noch einen wichtigen Punkt: die meisten Analysen zu den Emissionen (wie die Grafik oben) machen an den nationalen Grenzen halt. Wenn wir unsere Konsumgüter – beispielsweise Schuhe aus China – importieren, dann werden die Emissionen, die bei der Herstellung entstehen, dem Erzeugerland zugerechnet  (z.B. China). Auch die Emissionen beim internationalen Transport – z.B. per Containerschiff – sind in den Analysen nicht enthalten.

Die erste Antwort: Wir selbst könnten mit unserem Konsumverhalten und durch den Kauf regionaler Produkte massiv zur Reduzierung der Klimagase beitragen!

Unsere Regierung wird da wenig helfen: Als Export-Weltmeister wollen wir den Handel nicht einschränken, schließlich kaufen die fernen Länder ja unsere Autos und Maschinen.

Bei den Kraftstoffen und den Antriebstechnologien könnten unsere Politiker sehr viel mehr tun: Anstatt auf Freiwilligkeit zu setzen (das hat noch nie funktioniert), müssen eindeutige und stabile Rahmenbedingungen für neue und klimafreundliche Technologien geschaffen werden. Das passiert inzwischen immer stärker, leider noch nicht mit der notwendigen Dringlichkeit und Konsequenz, wie wir es ganz aktuell an der Verschiebung der CO2-Komponente bei der Autobahnmaut erleben. Unsere Industrie (und dahinter stecken wir als Manager, Mitarbeiter, Kunde oder Aktionär) hängen immer noch an den einhundert Jahre alten Technologien fest und haben Angst vor den so notwendigen Veränderungen. Dabei entscheiden die Technologien der Zukunft über Arbeitsplätze und Wohlstand.

Fazit: Solange wir nicht zu Veränderungen bereit sind, werden auch die von uns gewählten Politiker nichts ändern.

Dann wird es weitergehen wie in den letzen vier Jahrzehnten – bis uns der Klimawandel endgültig die rote Karte zeigt!

 

Bildquelle: ZDF

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