ÖPNV in Konstanz wird sauber

Die Konstanzer Stadtwerke haben ihre E-Busse mit acht batterie-elektrischen Gelenkbussen erweitert, wie elctrive.net berichtet.

Damit wird der „Rote Arnold“ – wie die Busse in Konstanz genannt werden – wieder ein Stück sauberer. Bis 2035 will Konstanz die komplette Flotte auf emissionsfreie Antriebe umstellen. Auf alle Fälle wird damit die Luft in der Stadt deutlich besser, was besonders in den vielen windstillen, nebeligen Winternächten deutlich mehr Lebensqualität bedeutet. Auch die Nachtruhe wird für Anwohner entlang der Busstrecken aufgrund der leisen E-Antriebe ein echter Zugewinn.

Die Busse werden während der nächtlichen Ruhezeiten mit Ökostrom geladen, was zwischen vier und sechs Stunden dauert, um dann am nächsten Tag wieder ausreichend Energie für 250 bis 300 Kilometer an Bord zu haben.

Doch woher kommt eigentlich der Ökostrom, vor allem in der Nacht?

Am besten kann man das anhand der gemessenen Werte in den  Energy-Charts verfolgen. In vielen Nächten liegt der Anteil an fossilem Strom bei mehr als 50 Prozent. Das wird sich auch mit dem weiteren Ausbau der Sonnen- und Windenergie nicht viel ändern –  in der Nacht gibt es einfach keinen Sonnenstrom. Natürlich kann man auf dem Papier den CO2-freien Ökostrom für sich beanspruchen und damit sein Gewissen beruhigen. In der Realität nimmt man aber den anderen Stromkunden den grünen Anteil an der Energieversorgung weg. Das heißt, wenn die Busse mit grünem Strom geladen werden, dann ist der Strom für das Kochen, die Waschmaschine, die Wärmepumpe oder das E-Auto der Bürger weniger grün.

Was also tun?

Wir sollten uns alle sehr intensiv mit dem Thema Energiespeicherung auseinandersetzen. Wir werden immer häufiger Zeiten haben, in denen es zu viel Strom aus Sonne und Wind gibt. Die Frage muss deshalb lauten: Wie können wir diesen Strom speichern, damit er dann auch in der Nacht für das Laden der E-Fahrzeuge zur Verfügung steht?

Bildquelle: Mediacenter Daimler Truck; Animation eCitaro für Den Haag

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