Woher kommt der grüne Strom für die Mobilität der Zukunft?

Im letzten Jahr 2020 hatte Deutschland einen Bruttostromverbrauch von 544 Terrawattstunden (TWh) – 45% davon waren grüner Strom, der Rest kam aus Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken. Nachdem wir die CO2-Emissionen weiter senken müssen und der Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen ist, müssen Erneuerbare Energien – das sind primär Photovoltaik und Windenergie – schnell ausgebaut werden.

Die Stromerzeugung trägt aber nur zu etwa 30% zu den gesamten CO2-Emissionen Deutschlands bei. 20% kommen aus dem Verkehr. Wärmeerzeugung, Industrie und Landwirtschaft emittieren zusammen die anderen 50% der Treibhausgase aus.

Was ist, wenn wir jetzt alle unsere 45 Millionen PKW elektrisch betreiben würden?

Dafür würden wir zusätzlich 135 TWh an Strom brauchen – oder ein Viertel mehr als die gesamte heutige Stromerzeugung. Für die Nutzfahrzeuge kämen nochmals etwa 70 TWh Strom dazu. Im Gegenzug sparen wir uns den Import von Erdöl aus Russland, Kasachstan und vielen anderen Ländern.

Funktioniert das denn überhaupt mit Erneuerbaren Energien?

Eine Fläche mit Photovoltaik von nur 45 mal 45 Quadratkilometer  in der Sahara würde ausreichen um den heutigen Stromverbrauch Deutschlands abzudecken. Inzwischen ist die Stromerzeugung aus Photovoltaik zur kostengünstigsten Technologie geworden, entsprechend groß sind Ausbauaktivitäten weltweit. So entstehen in sonnenreichen Regionen unserer Erde derzeit eine ganze Reihe an Solarparks mit einer Leistung von je zwei Gigawatt (ein Gigawatt ist etwa die Leistung eines Kernkraftwerkes) – in Australien ist sogar ein Solarpark mit 10 Gigawatt geplant.

Der Stromtransport über große Entfernungen zu uns nach Mitteleuropa ist natürlich aufwendig und mit Verlusten verbunden. Könnten wir nicht in unserer Region die Photovoltaik ausbauen? Ja – das Potential ist sehr hoch, auch wenn die Sonne nur halb so viel scheint wie in den südlichen Ländern. Allein ein Blick auf die Dächer von Häusern und Hallen in der Umgebung zeigt, wie wenig wir bislang die Stromquelle „Sonne“ anzapfen. Entlang von Autobahnen und Schienen gibt es viele Flächen die sich für die Photovoltaik eignen würden. Eine neue und für die Bodenseeregion attraktive Option stellt die Agro-Photovoltaik dar. Dabei werden landwirtschaftliche Flächen (z.B. Obstplantagen) mit Photovoltaik-Modulen teilweise überdacht. Diese schützen nicht nur die Pflanzen vor Extremwetter, sondern  bieten der Landwirtschaft eine zusätzlich Einnahmequelle.

Der Zubau an Erneuerbaren Energien nimmt in Deutschland wieder zu – aber noch viel zu langsam. China hat 2020 zehnmal so viel installiert: 40 GW!

Die Chancen sind groß – wir müssen sie nur nutzen!

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