Zunahme von Privat-PKWs liegt nicht nur an unzureichendem ÖPNV-Angebot

In einem ZEIT-online-Artikel gehen die Autoren einem aufschlußreichen Phänomen nach: Trotz Klimakrise, teurem Sprit, Staus und und Luftverschmutzung wächst die Zahl zugelassener Autos unaufhaltsam. Die aktuelle „Autodichte“ – sie bezieht sich auf die Anzahl von PKW pro 1000 Einwohner- beträgt jetzt 520.

Beispielhaft sei hier die Entwicklung in Lindau gezeigt, wo das Thema Verkehr und Parken seit Jahren Politik und Bevölkerung beschäftigt:

Trotz der Bemühungen vieler Städte und Gemeinden: Es ist auch anderswo keine einzige darunter, wo die Anzahl von Privatautos zwischen 2017 und 2021 gesenkt worden wäre. 

Oft wird dabei als Hauptgrund angegeben, dass der ÖPNV schlecht ausgebaut oder vernachlässigt sei.

Vor diesem Hintergrund gibt es in dem Artikel einige interessante Ergänzungen, die den Trend zu immer mehr Autos gut erklären:

  • Es gibt immer mehr Arbeitnehmer/innen,  die immer besser verdienen – und sich eben auch ein Auto leisten können
  • Viele davon ziehen aus den teuren Städten ins günstigere Umland – und fahren dann mit dem Auto zur Arbeit
  • Immer weniger Autos werden innerhalb der Familie geteilt, weil die Haushalte immer kleiner werden und deshalb jede/r eine eigene Wohnung hat
  • in den meisten Fällen erreichen viele ihre Arbeitsstelle schneller mit dem Auto – Zeitersparnis ist für viele wichtig 

Der in Deutschland leider vielfach sehr nutzerunfreundliche öffentliche Nah- und Regionalverkehr (im Vergleich zu den Nachbarn Österreich und Schweiz) macht einen Umstieg weg vom Auto sehr unattraktiv.

Photo by Roger Victorino on Unsplash

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