FAQ

Alle Themen zu einer klimafreundlichen und emissionsfreien Mobilität sollen betrachtet werden, ob auf der Straße, der Schiene oder dem Wasser. Dazu gehören die E-Fahrzeuge mit Batterie genauso wie die mit Brennstoffzelle und Wasserstoff im Tank. Auch die Infrastruktur zum Laden der Batterien und zum Tanken von Wasserstoff gehören dazu. Und die Erzeugung des Stroms und des Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien, soweit möglich in der Region, spielt eine wichtige Rolle.

Der Schwerpunkt liegt im Erfahrungsaustausch zu laufenden oder kurzfristig geplanten Aktivitäten.

Die Region Bodensee sollte sehr großzügig ausgelegt werden. Das reicht vom Allgäu bis in den Schwarzwald und von Vorarlberg  über Lichtenstein bis nach Zürich.

Das Internet ist voll von Informationen und man kann dort fast alles zu unseren Themen finden. Sehr hilfreich sind Newsletter oder aktuelle Informationen u.a. von:

Die emissionsfreie und klimafreundliche Mobilität steht ganz oben auf der politischen Agenda. Dementsprechend umfangreich und vielfältig sind die Förderprogramme dazu.
Traditionell fokussiert sich die Förderung auf die Erforschung neuer Technologien. Zunehmend wichtig werden Förderinstrument um die Markteinführung voranzutreiben. Dahinter steckt die einfach Logik: große Stückzahlen bedeuten niedrige Preise und und kleine Stückzahlen führe zu hohen Preise. Und da fast alle neue Technologien über kleine Stückzahlen starten, muss die Markteinführung finanziell unterstützt werden. Oft kann das die Industrie aus eigenen Mitteln stemmen, bei sehr großen und komplexen Vorhaben wie bei der E-Mobilität unterstützt die öffentliche Hand – über Prämien beim Kauf oder über Förderprogramme. Hier nur einige Hinweise zu den wichtigsten Fördermöglichkeiten:

  • Das Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) https://www.fch.europa.eu fördert viele Themen zur Markteinführung von Brennstoffzellen und Wasserstoff. Die europäische Forschungsförderung läuft über das Programm Horizon 2020 https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/en/newsroom/548, das mit der Verabschiedung des EU Haushaltes in neues Sieben-Jahres Programm überführt wird.
  • Viel Fördermöglichkeiten bietet auch der Europäische Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE). Informationen dazu finden Sie in der Regel bei den Wirtschaftsministerien der Bundesländer.
  • Auf nationaler Ebene: In Deutschland bietet die dem Verkehrsministerium zugeordnete Nationale Organisation Wasserstoff Brennstoffzelle (NOW, https://www.now-gmbh.de) die umfangreichsten Förderprogramme (auch für die Elektromobilität und Ladeinfrastruktur). Dazu kommen sehr viele, sehr hilfreiche Dokumente zu allen relevanten Themen im Download-Bereich. Auch die anderen Ministerien (Wirtschaft, Umwelt, Forschung und andere) haben umfangreiche Fördermöglichkeiten, die auf den jeweiligen Internetseiten zu finden sind.
  • Auf Landesebene gibt es ebenfalls zahlreiche Fördermöglichkeiten. In Baden-Württemberg sind das Wirtschaftsministerium- und das Umweltministerium die besten Ansprechpartner. Die e-mobil.bw.(https://www.e-mobilbw.de) als verantwortliche Landesagentur ist ein sehr hilfreicher Ansprechpartner. In Bayern hat das Wirtschaftsministerium ein Förderprogramm zu Wasserstofftankstellen inklusive Busse und LKW aufgelegt. H2-Bayern (https://h2.bayern) ist die Landesagentur, die alle Informationen bereitstellt.Viele Kommunen und Landkreise haben ebenfalls sehr erfahrene Mitarbeiter, die über Fördermöglichkeiten Bescheid wissen und manchmal gibt es auch interessante Unterstützung für die Mobilität der Zukunft auf regionaler Ebene.

Der News Blog bietet allen Akteuren aus der Region die Möglichkeit über aktuelle Fördermöglichkeiten zu berichten und Erfahrungen auszutauschen.

Ja – Kosten werden mit einer zunehmende Zahl an Tankstellen und mit der zunehmenden Produktion an grünen Wasserstoff sinken. Der Preis hängt wie bei allen anderen Dingen von vielen anderen Einflüssen, wie z.B. Wettbewerb oder Steuern, ab. Im Gegenzug wird der Preis für fossile Kraftstoffe durch die Einführung der CO2-Steuer in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigen

Grüner Wasserstoff wird aus Erneuerbarer Energie gewonnen. Das Verfahren der Wahl ist die Elektrolyse von Wasser, die mit Strom aus Windkraft oder Photovoltaik betrieben wird. In Regionen mit genügend Wasserkraftwerken können auch diese den grünen Strom für die Elektrolyse bereitstellen.

In der deutsche Nationalen Wasserstoffstrategie findet sich die Farbenlehre zu Wasserstoff:

 

Batterielektrische Antriebe sind ideal für kleinere und mittlere Fahrzeuge, die täglich nur eine begrenzte Anzahl an Kilometern fahren. Dazu gehören Stadtfahrzeuge oder das Auto zur Fahrt in die Arbeit. Idealerweise können die Fahrzeuge zu Hause oder beim Arbeitgeber geladen werden. Auch kleine Transporter für die City-Logistik, die Abends im Depot laden, sind ideale Batteriefahrzeuge.

Für große Reiselimousinen, die regelmäßig große Strecken zurücklegen, für Stadtbusse, den Gütertransport oder Züge auf nicht elektrifizierten Strecken sind Antriebe mit Brennstoffzellen und Wasserstoff sehr viel interessanter. Das Gewicht ist deutlich geringer als bei Batterien und die Betankung in wenigen Minuten erledigt. In der kalten Jahreszeit ist die „kostenlose“ Abwärme aus der Brennstoffzelle Gold wert.

Leider werden bei diesem sehr komplexen Thema immer wieder „Äpfel mit Birnen“ verglichen. Beim Wirkungsgrad des Fahrzeugantriebes liegt die Batterie mit etwa 80% im Vergleich zur Brennstoffzelle mit etwa 60% vorne – ein Verbrenner hat zum Vergleich etwa 20 – 25% Wirkungsgrad. Das kann man einfach aus den Datenblättern der Hersteller herauslesen und umrechnen. Bei Erzeugung, Transport und Betankung des Kraftstoffes Strom, Wasserstoff oder Benzin/Diesel wird es eher kompliziert, weil es dafür bislang keine gesetzlichen Vorgaben gibt. So liegen beim Benzin die Verluste in der Verkette zwischen 20 und 50 Prozent, je nachdem wo das Öl herkommt. Beim Strom schlagen vor allem die Verluste beim Schnellladen zu Buche. Mit dem Ausbau der fluktuierenden Stromerzeugung aus Wind und Sonne wird auch die Gleichzeitigkeit von Erzeugung und Verbrauch ein wichtiges Thema. Die Zwischenspeicherung des Stroms ist ebenfalls mit Verlusten verbunden. Der Wirkungsgrad für die Erzeugung von Wasserstoff über die Elektrolyse von Wasser liegt bei etwa 70%. Dazu kommen Verluste bei Kompression und Transport. Die großen Vorteile von Wasserstoff  sind einfache Kopplung an die fluktuierende Stromerzeugung, die relativ einfache Speicherung und der gewohnt schnelle Betankungsvorgang an der Tankstelle

Das ist richtig. Die Asiaten haben mehr Mut und sind langfristig orientiert. Auch Start Up Unternehmen wie Tesla sind technologisch sehr gut und  besonders schnell bei der Markteinführung. Deutsche Unternehmen waren vom Erfolg der vergangen Jahrzehnte verwöhnt und haben erst jetzt – getrieben durch die Gesetzgebung – die Aufholjagd begonnen.

Alle deutschen Auto-Hersteller haben umfangreich F&E Aktivitäten zu Wasserstoff und Brennstoffzelle und fast alle seit 1990er Jahren. Nach den Weltwirtschaftskrisen von 2003 und 2009 wurde viele der Aktivitäten nur noch auf Sparflamme weiter geführt. Seit einigen Jahren haben die F&A Aktivitäten wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Asiaten hatten mehr Mut: Hyundai und Toyota begannen ihre Wasserstoff-Fahrzeuge ab 2014 zu verkaufen und haben 2020 beschlossen, in die Serienproduktion zu gehen. Die deutschen PKW-Hersteller haben sich – vor allem von Tesla getrieben – sehr stark auf die Produktion von batterierelektrischen Antriebe fokussiert. Zulieferfirmen wie Bosch, Continental oder Michelin und fast alle LKW-Hersteller investieren inzwischen jedoch massiv in die Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologie.

Die sehr intensiven und weltweiten Aktivitäten in den 1990er Jahren und zu Beginn des Jahrtausends waren die Folge der „Zero Emission“ Gesetzgebung in Kalifornien, die 1990 eingeführt, aber 2003 stark abgeschwächt wurde. 2003 waren unter anderem 36 Stadtbusse in weltweit 12 Städten und über viele Jahre im Alltagseinsatz. Auch 140 PKW vom Mercedes und Ford waren in Kundenhand. Technologisch war der damalige Stand schon sehr gut. Nur gab es keine Gesetzgebung, die eine breite Kommerzialisierung gefordert hätte. Die kam erst Ende der 2010er Jahre in Folge des Klimawandels und der Luftverschmutzung in den Innenstädten zum  Tragen.

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