Abgerechnet wird diesmal vor der Wahl

Die Zeit ist um. Wir schreiben das Jahr 2022 Anno Domini. Wenn jetzt jeder mit anpackt, dann schaffen wir die Energiewende noch. Ganz Deutschland hat das verstanden!

Ganz Deutschland? Nein, es gibt da noch ein Bundesland, das sich erfolgreich wehrt gegen die Naturgewalten der Sonne und des Windes.

Sein Chef Majestix geht ab und zu heraus in die Natur, umarmt dort demonstrativ einen Baum und lässt sich dafür feiern. Er verspricht sehr laut, den Wald wieder Aufforsten zu wollen. Effekt der angekündigten Maßnahme: 1 Baum mehr pro Hektar Wald, das entspricht nicht einmal 1%. Toll!

Jetzt geht’s um mehr Windradl. Also, nach langem Nachdenken, und wieder super medienwirksam wird mehr Windkraft versprochen. Erst 500+, dann sogar 800 Stück, wie der BR im April 22 berichtet, toll! Aber bitte nicht dort, wo man sie sehen kann. Majestix, Du warst in der Schule Klassenbester. Du weisst bestimmt selber, dass 800 Windradl lediglich 4% zum Energiebedarf Deines Landes beitragen, oder sollen wir sagen Deines Freistaates? Wissen Sie jetzt schon, um welches unbeugsame Bundesland es hier geht?

So wird das leider nix, lieber Majestix. Es ist zwar auf den ersten Blick sehr erheiternd, was Du uns da zu erzählen versuchst, aber das Lachen gefriert einem sofort im Gesicht, wenn man die Folgen dieses Nixtuns erleidet.

Schauen wir uns also zusammen kurz vor der kommenden Wahl in 2023 an, was sich in Wirklichkeit getan hat, in Richtung Ausbau der erneuerbaren Energien.

Wie machen es denn die anderen? Es ist wirklich nicht schwer mitzumachen, da es schon mehr als genügend Blaupausen von funktionierenden klimaneutralen Gemeindeenergieversorgungen gibt. Z.B. grosse lokale Anlagen zur klimaneutralen Energieversorgung. Keine 10 H Regel zur Abwehr von Windkraft. Genügend grüne Wasserstoff Energiespeicher für die Versorgung an kalten Wintertagen und zum Tanken. Öffentlicher Nahverkehr mit Elektro- und Wasserstoffbussen. Die Stadtwerke organisieren den Wandel im Gespräch mit ihren Bürgern und den Unternehmen. Alle Gemeinden profitieren von dieser neuen Selbstversorgung durch langfristig niedrige Energiekosten. Nur unsere alten Energiehändler weinen, weil sie uns demnächst nicht mehr weiter erpressen können.

Bild: Flash Dantz @ unsplash.com

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