Achtung – wilde Stromfresser im Anmarsch!

Wer schon seit vier Jahrzehnten 450.000 Exemplare eines luxuriösen und teuren Geländewagens verkauft hat, muss sich wenig Gedanken über die Verkaufschancen machen, die bald ein neues Model der gleichen Klasse auf dem Markt haben wird. Doch weil deren Verbrennermotoren mit meist über 300 Gramm CO2-Ausstoß allmählich doch ziemlich verpönt sind, hat man sich bei der kantigen G-Klasse von Mercedes – und um die geht es hier –  für einen „zeitgemäßen“ Antrieb entschieden: Sie wird sich ab 2024 rein elektrisch auf den Straßen – Verzeihung: im Gelände – bewegen, um dann mit einer kraftvollen Batterie mehr als 3 Tonnen von A nach B zu transportieren. Über das Gewicht dieser Batterie hält sich der Hersteller vorerst noch in Schweigen, ebenso über den Preis dieses mondänen „Straßenpanzers“, für dessen Vorgänger schon bisher fast 200.000 Euro fällig waren.

Unsereins fragt sich zunächst nicht, wer solche Geländewagen kauft, sondern wer sie in diesen klimasensiblen Zeiten überhaupt braucht. Sind es Förster? Hüttenwirte? Oder gar „Alpin-Ökologen“, die sich ja eher Sorgen um mehr Nachhaltigkeit in unserer Bergwelt machen? Wohl kaum. Dagegen spricht auch, dass eigentlich keiner dieser Berufe in Verdacht steht, die finanzielle Grundlage für ein Auto in dieser Preisklasse zu garantieren.

Bleibt also letzlich doch die Frage: Wer kauft in 2 Jahren solche E-Autos? Und ja: Wem nehmen sie dann den teuren und immer knapper werdenden Strom weg?

Deshalb noch für Freunde von Zahlen: Der Akku einer großem Limousine hat meist eine Kapazität von 100 Kilowattstunden (kWh). Um diesen in einer Stunde aufzuladen braucht man 100 Kilowatt (kW) Leistung. Die dazu passende Photovoltaikanlage benötigt eine Fläche von etwa 600 Quadratmetern – und vor allem jede Menge Sonne, um 100 kW überhaupt liefern zu können. Problem dabei: Im Winter, wenn der Sonnenstand ganz niedrig ist,  halbiert sich die Leistung der PV…

 

Bild: Uta Weik

Foto: Mercedes

 

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