Nur die Ukraine-Fahne setzen hilft nicht

Meine Erinnerungen kommen wieder hoch.

Die Faszination an der Technik, die mich schon seit der ersten Mondlandung begeistert, hatte mein grosses Interesse an der Luft- und Raumfahrt ausgelöst.

Während meines Studiums lernte ich dann aber ganz hautnah, die Dinge realistischer einzuordnen. Raketen, Kampfflugzeuge und Drohnen sind todbringende Waffensysteme. Als ich während meines Praktikums die vertraulichen Werbefilme der Waffenhersteller ansehen musste, wurde mir übel. Zu dieser Zeit war gerade der Falkland-Krieg zu Ende gegangen. Viel Filmmaterial über die Wirkung der neuesten Vernichtungsmaschinen wurde zu smarten Maketingfilmchen zusammengeschnitten. Der professionelle Sprecher mit der sympathischen Stimme sprach von der ausgezeichneten Wirkung und der grossen Treffsicherheit gegen „harte“ und „weiche“ Ziele… Weiche Ziele: das sind wir und unsere Familien…

Die Luft- und Raumfahrttechnik ist nicht „per se“ schlecht. Mein Studiengang Flugzeugbau und die Fokussierung auf Leichtbau und unkonventionelle Energieträger haben mich zum Glück vorbereitet auf eine Berufswelt weg vom Militär hin zur zivilen Luftfahrt und zum Fahrzeug- und Anlagenbau.

Meine Erkenntnis verdichtete sich schnell, warum eigentlich in dieser Welt ständig Kriege geführt werden. Schon mein Opa, der trotz sechs Jahren als Frontsoldat den Zweiten Weltkrieg überlebte, hat mir früh erklärt: Kriege werden nicht aus religiöser Überzeugung und auch nicht zur Rettung von Menschen geführt. Im Gegenteil: Kriege sind seit jeher hundsgemeine Geschäfte. Es gibt immer einen grossen Geldgeber (ein hier im Süden gut bekanntes und prominentes Beispiel dafür ist der sehr verehrte Jakob Fugger aus Augsburg) und dann auch die vielen kleinen fiesen Kriegsprofiteure. Am Ende möchten die Geldgeber natürlich wesentlich mehr Geld zurückbekommen aus der Beute, die die Generäle für sie gemacht haben. „Folge der Spur des Geldes…“ und Du erkennst, auch die langfristige Herrschaft über Rohstoffe ist ihr Ziel.

Nur wer erneuerbare Energien lokal erzeugt trägt aktiv zum Ende der brutalen Kriege um Öl und Erdgas bei. Macht doch endlich Schluss damit, die korrupten und sadistischen Diktatoren zu hofieren… Hungert sie aus. Kauft nicht mehr ihr Öl und Gas!

Also der neue Top Gun Film im Parktheater hat mir prima gefallen! Tolle Bilder von sexy Überschallflugzeugen und schönen Menschen, die diese Geräte meisterhaft steuern. Imponierend, aber bitte lasst diese Bilder im Kino zurück. In der Realität glänzt gar nichts. Blut, Schweiß, Dreck und Leichengestank sind die Folge der Aktivitäten der skrupellosen Geschäftemacher. Im Krieg gibt es auch keine gute oder böse Seite. Es gibt nur Kriegsgewinnler und deren menschliche Opfer…

Lasst uns bitte noch heute anfangen mit der lokalen Erzeugung klimaneutraler Energie. Machen wir uns nicht länger zu Komplizen, wie wir das aktuell am Beispiel des Ukraine Konflikts leider schon wieder erleben müssen…

 

Titelbild: paramount pictures

Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir informieren jeden Freitag über die neuesten Beiträge unseres Blogs.

Wir behandeln Ihre Daten vertraulich. Mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar verfassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kontakt

Sie haben Fragen zum Projekt oder zu Wasserstoff im Allgemeinen? Sie möchten Wasserstoff in Ihrer Region unterstützen oder von Ihren Erfahrungen berichten? Sie möchten zu unserem Projekt beitragen? Melden Sie sich gerne jederzeit bei uns!

Scroll to Top