Straßenverkehr soll emissionsfrei werden – doch wie sieht es mit den Schiffen auf dem Bodensee aus?

Die Bayerische Staatskanzlei in Kooperation mit der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) beauftragt das Bodensee-Netzwerk h2connect.eco mit einer Machbarkeitsstudie zur klimaneutralen Schifffahrt auf dem Bodensee

Ein paar Jahre können Deutschlands Fahrzeuge noch mit Benzin und Diesel betankt werden. Danach geht es elektrisch weiter,  auch mit Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen (e-Fuels). Es wird also leiser werden auf unseren Straßen und Schienen, am Ende aber in jedem Fall umweltfreundlich. Und hoffentlich noch rechtzeitig, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.

Wie aber sieht es mit den Fahrzeugen aus, die sich nicht auf Straßen oder Schienen fortbewegen, sondern im Wasser – nämlich auf unserem Bodensee?  Bislang  gibt es dafür keine Gesetzgebung und auch kaum konkrete Pläne, um das Thema proaktiv anzugehen.

Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, um die über 60.000 Wasserfahrzeuge,  die bisher doch so zuverlässig mit Diesel oder Benzin aus Seetankstellen versorgt werden? Da gibt es noch viel zu tun bei Dutzenden von Fahrgastschiffen, bald. 30.000 Motorbooten und selbst bei den vielen Segelbooten, auf denen ihre Besatzung ja froh ist, wenn sie sich bei Windflaute wenigstens auf ihren meist viertaktigen Ottomotor verlassen kann.

Für sie alle führt kein Weg daran vorbei, sich rechtzeitig Gedanken über eine klimaneutrale Schifffahrt zu machen: Nicht nur diejenigen, die gewissermaßen beruflich auf dem See unterwegs sind (z.B. Fischerboote, Bodensee-Schifffahrtsbetriebe), sondern auch alle,  die für ihr Boot, ihre Yacht und natürlich ihr Segelschiff bisher auf eine 100 Jahre alte Technologie setzten, um sich zu erholen und den Anforderungen und Sorgen des Alltags zu entfliehen. 

Zum Glück gibt es inzwischen zahlreiche Firmen und kluge Ingenieure, die das Problem erkannt haben und an entsprechenden Produkten arbeiten, und die auch den komplexen Herausforderungen der verschiedenen Schiffs-Klassen gewachsen sind. 

So schippern bereits  mehr als 2000 Boote mit Elektromotoren lautlos über den See. Doch für die PS-starken und großen Yachten sind Batterien allenfalls geeignet, um die energiehungrige Bordtechnik zu befriedigen. 

Die Vielzahl der alternativen Möglichkeiten, die eine klimaneutrale Schifffahrt ermöglichen, wird in der Studie analysiert, die selbstverständlich in enger Abstimmung mit allen am Thema Beteiligten durchgeführt wird.

Die 5-köpfige h2connect-Crew ist sich jedenfalls der Erwartungen, der technischen Möglichkeiten und der erforderlichen „Leitplanken“ bewusst, die letztlich von den verantwortlichen Bodenseeanrainern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland erstellt werden müssen. Anfang Dezember ist die Studie auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie wird dann Grundlage für die Maßnahmen sein, die den Bodensee nicht nur als größten Trinkwasserspeicher Europas, sonders als attraktiven Lebens- und Erholungsregion erhalten.

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