Bier wird knapp, Kohlensäure fehlt…

Die Journalisten meinen bestimmt, dass CO2 fehlt. Mischt man CO2 mit Wasser bildet sich daraus die prickelnde Kohlensäure. CO2 entsteht bekanntlich beim Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Holz, Kohle, Öl, und Gas und ist ein wesentlicher Grund für unsere heutige Klimakatastrophe.

Jetzt stocken die CO2 Lieferungen, die man dringend zum Abfüllen von Bier in Flaschen und Fässer benötigt. Die Erklärung der Brauer: Zum Herstellen von CO2 braucht man Gas und das ist jetzt ja zu teuer…, deshalb möchte es keiner mehr liefern.

Ja, wo ist es denn, unser CO2?

Ja genau, es befindet sich schon in viel zu grossen Mengen in unserer Atmosphäre. Jetzt könnten wir es zum Bier abfüllen wieder aus der Atmosphäre zurückholen mittels „CO2 Capturing“ oder das sowieso in der Biergärung entstehende CO2 sammeln und zum Abfüllen nutzen. Oh jeh, o jeh, das haben wir ja noch nie gemacht, sondern das CO2 lieber kostenlos in die Atmosphäre abgelassen…

Bierabfüllanlage Bild: WDR.de

Merken sie was? Wenn CO2 Ablassen billiger ist, als es aus Erdgas zu produzieren, dann denkt keiner mehr an die Klimakatastrophe. Um im Bild unseres Oktoberfests zu bleiben: nehmt ein paar wenige Cent von den 14 Euro pro Maß und verwendet es zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft in der Bierherstellung und weint nicht, dass es so schwer ist, etwas zu tun.

Und denkt bitte auch gleich daran, wie ihr in Zukunft irgendwie andere Behälter herstellen wollt, wenn es einmal keine erschwinglichen Bierflaschen mehr gibt, weil es kein billiges Gas mehr zur Glasherstellung gibt.

Wenn man auf jedes kleine Problem einzeln schaut, dann kann man verrückt werden, weil jeder nur seine kleine Welt so behalten will, wie sie immer war.

Nun ist die Klimakatastrophe schon in vollem Gange, während einige Politiker so tun, als wäre der „Kipppunkt“ noch lange nicht erreicht. Also: schaut einmal auf das Ganze und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Euer eigenes Problem ab. Wie es auf Englisch so schön und knapp ausgedrückt werden kann:  Think Global, Act Local.

Während Majestix sich kurz vor der Bayernwahl plötzlich als neuer Freund des Wasserstoffs zu profilieren versucht, entlarven ihn jetzt die norddeutschen Ministerpräsidenten mit grosser Schadenfreude als „Umweltsaboteur“…

Vergesst bei Eurem politischen Geplänkel bitte nicht, mit Hochdruck weiter am Ausbau der lokalen Erzeugung von Grünem Strom zu arbeiten und Speichertechnologien für die Jahresschwankungen von Sonne und Wind zu entwickeln bevor in ganz wenigen Jahren kein Strom mehr aus der Steckdose kommt, auch nicht hier bei uns in Lindau. 

Fazit: Nicht wegen des hohen Preises, sondern um die Klimakatastrophe nicht weiter anzufeuern, müssen wir heute mehr Energie einsparen und umdenken, weil wir die letzten Jahre schlecht genutzt haben. Sobald wir einmal genügend erneuerbare Energie erzeugen und die Industrie auf eine Kreislaufwirtschaft umgestellt haben, dann geht es auch wieder etwas komfortabler, sogar mit genügend Bier… Also dann, Prost und los…!

 

Titelbild: Giorgio Trovato @ unsplash.com

 

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