Bodensee: Die meisten der 40.000 Motorboote werden von Verbrennern angetrieben – wie lange noch?

Seit 1996 fährt eine Solarfähre von der Insel Reichenau zum Schweizer Ufer.

In den folgenden Jahren stieg die Zahl von Elektroantrieben auf dem Bodensee nur langsam und wird demnächst auf über 2000 steigen. Im kommenden Jahr schicken die Bodensee-Schiffsbetriebe sogar ihr erstes Fahrgastschiff auf die Strecke zwischen Meersburg, Uhldingen und der Mainau, das ausschließlich elektrisch betrieben wird. Weitere sollen ab 2025 folgen.

Da insbesondere auch die Schweizer Kurs-Schiffe oftmals längere Strecken zurücklegen müssen und deshalb längere Zeit unterwegs sind, stößt die Ausrüstung mit Batterien, die dann viel schwerer und größer sein müssten, an ihre Grenzen. Hier denkt man vor allem über den Einsatz von Brennstoffzellen in den Passagierschiffen nach. Allerdings hängt auch das von der Lösung eines Grundproblems ab, das bereits für den verzögerten Hochlauf im LKW- und PKW-Bereich verantwortlich ist: Es muss ausreichend Wasserstofftankstellen an Land geben, um die Schiffe respektive die „Landfahrzeuge“ auch wieder volltanken zu können.

Die Internationale Bodensee-Konferenz feiert nächstes Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Das wäre eine gute Gelegenheit, der E-Charta  und der emissionsfreien Mobilität auf dem See und rund um den See neuen Schwung zu verleihen.

 

Zeichnung: Uta Weik-Hamann

 

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