Die Stromlücke

Im Winter ist der Bedarf an Wärme und Strom schon immer besonders hoch.

Zusätzlich führen Wärmepumpen und das Laden von E-Fahrzeugen in den kommenden Jahren zu einem deutlichen höheren Stromverbrauch, wie das Handelsblatt aktuell berichtet hat.

„Zwar verweise Ministerpräsident Markus Söder stets auf die in seinem Land ausgebaute Solarenergie, das würde allerdings nicht reichen … Das Problem sei, dass auch in Bayern nachts die Sonne nicht scheint und auch in Bayern im Januar die Tage kürzer sind“ so der Bericht. „Das heißt, mit Solarenergie kannst du nachts im Januar exakt gar nichts anfangen in Bayern, du brauchst auch andere Formen“, fasst Wirtschaftsminister Habeck in einem Disput mit der Bayerischen Regierung die Situation zusammen.

Damit kommt eine längst überfällige Debatte in Gang. Bislang wurden die hohen Wirkungsgrade von Wärmepumpen (300 Prozent) oder batterie-elektrischen Fahrzeugen (70 Prozent) gepriesen und oft ideologisch verteidigt. Woher der Strom zu den unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten kommt, hat aber kaum jemanden interessiert.

Wenn nachts keine Sonne scheint und ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa für Wochen wenig Wind zulässt, dann muss der grüne Strom über lange Zeiten gespeichert und/oder über weite Strecken transportiert werden. Das geht aber nur über Wasserstoff oder daraus erzeugten eFuels. Den Wasserstoff wandelt man am besten in dezentralen Blockheizkraftwerken wieder in Strom um. Die haben einen Gesamtwirkungsgrad (Strom und Wärme – beides braucht man ja in Winter) von 90 Prozent. Zentrale Gaskraftwerke setzen aber nur 40 Prozent des Gases in Strom um (der Rest landet als Abwärme in der Umwelt). Damit werden aus 300 Prozent 120 Prozent (Wärmepumpe) und aus 70 Prozent nur noch 28 Prozent (E-Auto) Wirkungsgrad.

Die Antwort der Bayerischen Politiker an Minister Habeck hätte so lauten können: „Wenn Du die heutigen Ackerflächen für Energiepflanzen und Biogas  auf Photovoltaik und Wasserstoff konvertierst, dann brauchst Du nicht mehr bei den Scheichs oder Kanadiern um Wasserstoff betteln!“

Zu den Hintergründen siehe link

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