E-Autofahren wird immer klimafreundlicher!

Wer kennt sie nicht, die vielen Diskussionen zum dreckigen Strom, mit dem die E-Autos geladen werden.

In einem aktuellen Bericht auf electrive.net finden Sie eine schöne Analyse zur jetzigen Situation. Die Botschaft: Unser Strom wird immer sauberer.

So hat der BDEW (Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft) für das abgelaufene Jahr rund 370 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde Strom ermittelt. Das sind elf Prozent weniger CO2-Emissionen als im Vorjahr, die ein E-Auto mit dem Strom „tankt“ . Umgerechnet auf die CO2-Emission pro Kilometer ergeben sich damit für ein kleines E-Auto, das vor allem regional unterwegs ist, etwa 55 Gramm CO2 pro Kilometer. Für die großen SUV, die viel auf der Autobahn unterwegs sind, liegen die CO2-Emissionen bei 92 Gramm pro Kilometer.

Wie kann man das dann mit dem Benziner oder Diesel vergleichen?

Das lässt sich leicht für das eigene Fahrzeug ausrechnen: einfach den Verbrauch in Liter pro 100 Kilometer mit 23 (beim Benziner) oder mit 26 (beim Diesel) multiplizieren. Das ergibt dann die CO2-Emission pro Kilometer.

Ein Beispiel: wenn mein Diesel im Durchschnitt 7 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, dann liegt die CO2-Emission 182 Gramm pro Kilometer (7 x 26 = 182) – also etwa zwei bis dreimal so hoch wie beim vergleichbaren E-Auto.

Der Vergleich ist noch nicht ganz korrekt: Beim E-Auto wurden die Emissionen von der Stromerzeugung bis zum Fahren gerechnet. Beim Verbrenner nur am Fahrzeug. Doch Benzin oder Diesel müssen ja zuerst als Rohöl aus der Erde geholt, über die Weltmeere transportiert, in einer Raffinerie aufbereitet und schließlich zur Tankstelle gebracht werden. Dazu gibt der Bericht auch sehr hilfreiche Informationen: Denn durch die Vorkette erhöht sich die CO2-Emission des Verbrenners nochmals um 20 bis 30 Prozent.

Für den oben genannten Verbrenner bedeutet das eine Emission von 236 Gramm CO2 pro Kilometer –  bei einem Verbrauch von 7 Litern Diesel auf 100 km.

Das sind dann drei- bis viermal so viel wie das vergleichbare E-Auto!

Übrigens: bei E-Fahrzeugen mit Brennstoffzelle und grünem Wasserstoff liegt die Emission tatsächlich bei 0 Gramm CO2 pro Kilometer.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis für die sonnige Bodenseeregion: Wer sein E-Auto bei Sonnenschein über die eigene Photovoltaik-Anlage (oder die auf dem Parkplatz des Arbeitgebers) laden kann, hat nicht nur eine CO2-Emission von Null, auch der Strompreis ist unschlagbar niedrig!

 

 

 

 

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1 Kommentar zu „E-Autofahren wird immer klimafreundlicher!“

  1. Fossile Energie, Mobilität – seit 100 Jahren stetig mehr gefördert und „benutzt“ – sind so selbstverständlich geworden, dass die Zusammenhänge und die Folgen aus der „Nutzung“ im täglichen, normalen Leben nicht mehr bedacht werden.

    Deshalb gehören solch plakative Beispiele, wie in obigem Text dargestellt, viel mehr in die öffentlichen Medien.

    Vielen Dank für die Erläuterungen.

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