Klimaschutz versus Denkmalschutz?

Umweltbewusste Hausbesitzer, die in einem historischen Gebäude oder innerhalb eines denkmalgeschützten Ensembles wohnen, kennen das: Bisher hatten sie kaum eine Chance, ihr Dach mit Photovoltaik auszustatten, selbst wenn es kaum von jemandem hätte eingesehen werden können.

Nun aber scheint ein Umdenken stattzufinden: Grund sind die greifbaren Bedrohungen durch den Klimawandel, eine Verschiebung der Prioritäten bei vielen Menschen, Angst vor unbezahlbaren Energiekosten – und leider auch der Krieg in der Ukraine, der die unseligen Abhängigkeiten erst so richtig ins Bewusstsein gerückt hat.

Da passt der Satz eines amerikanischen Philosophen, den dieser in einem Brief von 1860 geschrieben hat:

„Was nützt dir ein Haus, wenn du keinen erträglichen Planeten hast, auf den du es stellen kannst?“

Zum Glück arbeiten nun verschiedene Städte und Bundesländer an entsprechenden Satzungen, um der vermeintlichen „Verspiegelung“ ihres Umfeldes mit Lösungen zu begegnen, welche die Gewichtung zwischen Klimaschutz und Denkmalschutz in ein Verhältnis setzt, das letztlich dem aktuellen Ernst der Lage entspricht.

Erleichtert wird dieser Sinneswandel auch dadurch, dass  die Materialien und die Optik der Solarpanels immer weiter verbessert und verändert werden, so dass sie sich im besten Fall sogar an die vorhandene Dachplattenstruktur einfügen. So werden derzeit z.B. Dacheindeckungen mit „Solarbiberschwanz“-Platten zur Serienreife gebracht. Auch in Spanien konzentriert sich die Firma Onyx Solar auf die Herstellung von PV-Bauelementen, um etwa Keramikfliesen oder Stein durch glasartiges Material zu ersetzen. Ausdrücklich legt sie dabei Wert auf die Feststellung, dass es sich dabei nicht um technologische Elemente, sondern eben um Bauelemente handelt.

Die Menge der diesbezüglichen Innovationen, die sich vor allem in möglichst unauffälligen Panels auf  Denkmaldächern konzentriert, dürfte es jedenfalls den bisherigen Gegnern schwer machen, die üblichen Argumente dagegen vorzubringen.   

Bild: PaXos Solar

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