Nachrechnen Teil 2 oder woher kommt künftig unsere Energie?

In der letzten Woche hatte ich in meinem Blog gezeigt, dass wir  – nicht nur heute, sondern auch in Zukunft – häufig zu viel und ganz oft viel zu wenig grünen Strom zur Verfügung haben, um damit auch noch Wärmepumpen zu betreiben oder die Batterien der Fahrzeuge zu laden. Ganz schwierig wird es in den harten Wintermonaten von November bis Januar: da scheint nur an insgesamt 140 Stunden – oder nur zu 6 Prozent der Zeit die Sonne (Quelle: deutscher Wetterdienst). Auch der Wind weht an etwa 40 Tagen in diesen drei Monaten nur sehr schwach.

Woher kommt dann der Strom?

Strom importieren wird nur sehr begrenzt funktionieren, da in den Nachbarländern ebenfalls Winter ist und die gleiche Wetterlage herrscht. Den häufig zitierten Atomstrom aus Frankreich gibt es auch nicht. Die Franzosen haben im Winter immer akuten Strommangel, da dort sehr häufig mit Strom geheizt wird.

Heute importieren wir die notwendige Energie für Mobilität, Wärme und Strom komplett in Form von Erdgas, Erdöl und Kohle. Die fossilen Energieträger wollen und müssen wir aber so schnell wie möglich abschaffen.

Was dann?

Bleiben nur noch grüner Wasserstoff als Gas und grünes Methanol (eFuel) als Flüssigkeit übrig.

Wo werden diese Energien in Zukunft herkommen?

Wasserstoff können wir aus dem überschüssigen Sonnen- und Windstrom erzeugen, wenn dieser von sonst niemanden gebraucht wird. Das kommt immer häufiger vor. Der Transport und die Speicherung erfolgt dann im heutigen Erdgassystem (Kavernen, Pipelines, Druckgas-Speicher). In Übersee gibt es viele Regionen, in denen dreimal so viel Sonne scheint wie bei uns. Dort kann man sehr billig grünen Strom erzeugen, diesen in Wasserstoff umwandeln und zusammen mit dem CO2 aus der Luft daraus den flüssigen Kraftstoff Methanol erzeugen. Diesen kann man – wie heute beim Erdöl – per Schiff, Pipeline oder LKW zum Verbraucher transportieren.

Ganz im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung machen Wasserstoff wie Methanol unter den Gesichtspunkten Effizienz und Kosten viel mehr Sinn, als den Strom zum Laden der Batterien oder den Betrieb von Wärmepumpen über Gasturbinen zu erzeugen:

Die direkte Nutzung von Wasserstoff oder Methanol in E-Fahrzeugen oder zur kombinierten Strom und Wärmeerzeugung  vor Ort ist deutlicher besser und kostengünstiger!

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