Sechs AKWs in Frankreich abgeschaltet: Niemand braucht den Strom am Wochenende!

Viele unserer Politiker und Lobbyisten werden nicht müde die Renaissance der Kernkraft heraufzubeschwören. Jetzt hat AKW-Musterland Frankreich sehr eindrucksvoll gezeigt, dass fluktuierender grüner Strom aus Sonne und Wind nicht mit einem Atomkraftwerk zusammenpasst, welches kaum regelbar ist. Fachleute wissen das schon lange.

Was steckt dahinter?

Der Strom-Anteil  aus Erneuerbaren Energien schreitet unaufhaltsam voran, in Spanien wuchs er innerhalb eines Jahres um 13 Prozent auf jetzt 65 Prozent! Und wenn dann in Ländern wie Frankreich, das 70 Prozent seines Stromes aus  Kernkraftwerken bezieht, an manchen Wochenenden plötzlich der allgemeine Strombedarf deutlich sinkt, auf der andere Seite aber zusätzlich jede Menge Strom aus Wind und Sonne verfügbar ist, dann freuen sich allenfalls die Strom-Einkäufer: Sie bekommen sogar noch Geld dazu, wenn sie den Strom abnehmen, und werden dann mit Sicherheit keine 22 Euro für eine Megawattstunde teuren Atom-Strom bezahlen, den die Kraftwerksbetreiber zur Kostendeckung brauchen. Zu Recht hat dann EDF – der staatliche Energieversorger Frankreichs – zuletzt gleich sechs Meiler übers Wochenende abgeschaltet, um an Tagen mit solcher Überproduktion die Netzstabilität zu garantieren. Übrigens: nicht nur für die Profitabilität, sondern auch für deren Lebensdauer ist das Abschalten von Kernkraftwerken keine gute Botschaft.

Und so häufen sich die Zeiten, an denen die Betreiber dieser Kraftwerke merken, dass sie langsam aber sicher preislich keine Chance mehr gegen die Strompreise aus Sonne und Wind haben. Ihre einzige Chance, die bald auch die EE-Branche betreffen könnte, wenn sie weiterhin für Investoren interessant bleiben möchte:

So schnell als möglich die Strom-Speicherung, vor allem über Wasserstoff ausbauen!

Denn nur dann, wenn windstille und sonnenlose Tage und Nächte die Nachfrage erhöhen, können sie ihren überproduzierten Strom wirtschaftlich und zu guten Preisen verkaufen. 

Den ganzen Artikel können sie hier lesen.

 

Bild: Uta Weik

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