Thüringen zeigt, wie Erzeugung, Transport und Abnahme von Wasserstoff funktionieren kann

Ob das auch in unserer Region möglich (gewesen) wäre?

60 Betriebe, Kommunen und die Wissenschaft arbeiten schon einige Jahre in Thüringen gemeinsam daran, ihre Region unabhängig von fossil erzeugter Energie zu machen. Nicht nur Solar- und Windparks, sondern insbesondere auch die Umrüstung von Erdgasleitungen auf Wasserstoff machen zusätzlich deutlich, was man unter einer Wertschöpfungskette versteht. Das Ziel: Mindestens ein Drittel des benötigten Wasserstoffs in der Region zu erzeugen. Der Rest der benötigten und grün erzeugten Energie wird dann weiterhin importiert. Zugleich denken die Verantwortlichen darüber nach, den Sauerstoff, der bei der Elektrolyse entsteht, zu vermarkten: Denn 8 Kilogramm davon entstehen bei der Herstellung von einem Kilo Wasserstoff – beispielsweise Krankenhäuser würden sich über den Sauerstoff freuen! Nebeneffekt: Das könnte gleichzeitig auch den Preis von Wasserstoff reduzieren.

Die Ferngas Netzgesellschaft plant im Übrigen, bereits ab 2025 die Landeshauptstadt Erfurt und das Güterverkehrszentrum mit Energie zu versorgen – dank der umgerüsteten Erdgasleitungen, die dann bis 2030 an das europäische Wasserstoffnetz angeschlossen werden könnten. Von den Aktivitäten um eine dezentrale Wasserstoffversorgung wird auch das Gebiet um das „Erfurter Kreuz“ profitieren. Denn mehrere Elektrolyse-Anlagen, Wasserstofftankstellen und Ladestationen – gerade auch für den Schwerlastverkehr! – aber auch die Ansiedlung energiehungriger Industrie werden dann eine entsprechend wichtige Rolle spielen.

Der spannende Film  Exakt-die Story“ zeigt eindrucksvoll, wie es weitsichtigen Mittelständlern gelungen ist, durch gemeinsames Handeln etwas Großes und Nachhaltiges zu schaffen – und dies trotz der offenbar unvermeidlichen bürokratischen Hürden.

 

Foto von Nick Fewings auf Unsplash

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