Tüftler und Vordenker

Warum gibt es eigentlich keine Vordenker mehr im Süddeutschland? Stolz blicken wir auf eine ansehnliche Geschichte zurück. Aus eigener Kraft haben sich einfache Bauern, Holzfäller und Köhler auf kargem Grund ein neues Auskommen geschaffen mit Verstand, Geduld und Fleiß. Großartige Firmen sind daraus hervorgegangen. Siemens, Daimler Benz, Kienzle, Zeppelin, Dornier, Mahle, BMW, um nur einige zu nennen.

Zeppelin Bild: Biblioteca Valenciana Nicolau Primitiu

Und bis heute, nach zwei Weltkriegen und zwei unaufhaltsamen Wiederaufstiegen haben die globalen Märkte den Besitzern märchenhafte Gewinne beschert.

Und die Technik? Welche Technik, wir brauchen doch nur das Gleiche immer wieder und wieder zu tun? Warum neue Trends setzen? Und die Aktionäre? Die Investoren kommen längst mehrheitlich aus Arabien und Asien. Dort entstehen munter große Entwicklungsabteilungen mit jungen und ehrgeizigen Ingenieuren. In den deutschen Konzernzentralen wird derweil der Traum weitergeträumt, dass man viel Geld verdienen kann, wenn man nur Spezifikationen schreibt und Terminpläne verfolgt…

Verschlafen hat man bereits viele weltweite Trends zur Energiewende, und so findet man sich auf den hinteren Plätzen wieder, wenn es um erneuerbare Energien oder neue Antriebe für Fahrzeuge geht. Die Desruption war schon! Und die selbsternannten Global Player haben es verschlafen. Der Schwerpunkt der Hightech Industrie hat sich längst von Deutschland nach Asien verschoben. Wovon wollen wir in fünfzehn Jahren leben, wenn hier so wenig Innovatives entsteht? Es ist ein Trauerspiel, dass mit Arroganz und Trägheit unsere Vorzeigefirmen nur noch auf den kurzfristigen Gewinn und die persönliche Bereicherung gesetzt haben. In Asien gibt es nationale Strategien für eine umfassende Wasserstoffwirtschaft und eine E-Methanol Wirtschaft für das ganze Land unter Führung der Regierungen. Und diese Strategien sind öffentlich bekannt, auch uns, und werden mit aller Stringenz durchgezogen. Gute Nacht, Deutschland. Toll gegendert, schlecht gewirtschaftet, nicht in die Zukunft geschaut und zuletzt überheblich die internationale Konkurrenz verlacht…
Wacht auf oder geht unter…
Ich bin traurig und kann nur noch stolz auf unsere Geschichte sein. Unsere Gegenwart ohne Hirn und ohne Mut passt doch eigentlich gar nicht zu uns… Macht Euch wieder an die Arbeit mit Fleiß und Ausdauer bevor hier noch die letzten Lichter ausgehen.

Beispiel Brennstoffzellen von Daimler… tot gespart und teuer erworbenes Wissen vergessen…

Nichts ist unmöglich, sagen meine fleißigen Freunde von TOYOTA. Lasst uns zurückbesinnen und die Arbeitsmoral und den vertrauensvollen Umgang miteinander wieder auf ein Neues von TOYOTA lernen. In Österreich und in der Schweiz klappt das doch auch…

Domo arigatou gozaimasu, Toyoda-san!

 

Titelbild: DER SPIEGEL

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