Spitzenglättung – Der Kampf der Autoindustrie gegen die Energieversorger

Was verbirgt sich hinter der Reform des Paragrafen 14a des Energiewirtschaftsgesetzes, der jetzt in die nächste Legislaturperiode verschoben wird?

Es sei nicht gelungen, eine Einigung der Vertreter von Netzbetreibern, Industrie und Autoherstellern zu erzielen, wie Erneuerbare Energien berichtet.

Was steckt hinter dem Streit?

Die Energieversorger wollen die Möglichkeit haben, den Strom für das Laden der Batterien von E-Fahrzeugen im Notfall zu reduzieren. Wenn gleichzeitig viele Fahrzeuge geladen werden, könnte es regional zu einer Überlastung des Netzes kommen. Um einen „Black Out“ zu verhindern, wollen die Stromversorger die Möglichkeit haben, die Ladeleistung vorübergehend zu begrenzen. Die Besitzer von Photovoltaik-Anlagen kennen das. Hier kann der Energieversorger im Notfall die Einspeisung des Stromes reduzieren, um eine Überlastung des Netzes zu verhindern.

Gegen die entsprechende Anpassung des Gesetzes ist nun die Automobil-Industrie Sturm gelaufen. Sie befürchtet, dass darunter die Attraktivität von E-Autos leiden könnte. Ein beliebtes Beispiel: Ein Vielfahrer ist auf dem Heimweg und muss nach langer Fahrt sein Fahrzeug nochmals schnell nachladen um nach Hause zu kommen. Da viele andere Fahrer von E-Autos gerade die gleiche Absicht haben, reduziert der Netzbetreiber die verfügbare Leistung: Das Schnellladen ist plötzlich nicht mehr schnell. Man könnte natürlich Puffer-Speicher installieren um das Problem zu lösen. Die kosten aber Geld, und dann gibt es natürlich gleich die Diskussion, wer das bezahlen soll.

Schade, dass die Bundesregierung sich keine eigene Meinung bildet und dann einfach die Spielregeln festlegt.

 

 

 

 

 

 

 

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1 Kommentar zu „Spitzenglättung – Der Kampf der Autoindustrie gegen die Energieversorger“

  1. Rittmar von Helmolt

    Schöner Beitrag, wichtiges Thema! Aber warum sollte die Regierung das lösen? Bisher wurde es immer teurer und ineffizienter, je tiefer die Regierung eingegriffen hat. Das Design des deutschen Strommarktes ist doch ein Desaster.
    Der Markt soll entscheiden. Wer zu Spitzenlast-Zeiten Strom braucht, wird mehr bezahlen müssen, und wer bis zum Wochenende mit viel Sonne und Wind warten kann, bekommt es halt billiger. Egal, ob ein Pkw oder ein Wäschetrockner betrieben wird. Und solange das Netz mangels „smarter“ Lösungen für die kleineren Verbraucher das nicht kann, muss der Netzbetreiber halt eingreifen.

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